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Auf der Homepage von CANICROSS-BIKEJOERING-AUSTRIA (Verband für Rennsport mit dem Hund) wurde am 7.5.2007 folgende Mitteilung veröffentlicht: http://www.canicross.at/cgi-bin/TCgi.cgi?target=home&P_Kat=4 „Wir bedauern mitteilen zu müssen, dass die erste DACHSTEIN DOGTREKKING TROPHY um ein Jahr verschoben werden muß. Grund ist der Neubau der Krippenstein-Seilbahn. Da es keine andere Transportmöglichkeit für Streckenposten und Angehörige der Teilnehmer zur Krippenstein-Lodge gibt, und diese laut Toni Rosifka den Sommer über zugesperrt wird, mußten wir schweren Herzens diese Entscheidung treffen. Wir werden den Sommer nutzen und alles für die DACHSTEIN DOGTREKKING TROPHY 2008 vorbereiten. Das CBA-Team“ |
Um für den Sommer 2008 vorbereitet zu sein, luden die Präsidiumsmitglieder Thomas Szendi und Mario Fomanek vom 3.8. – 5.8.2007 zum zweiten Dachstein Dogtrekking Testlauf ein, bei dem eine andere Strecke getestet wurde als im letzten Jahr. Die Aufstiegsroute:  | | Höhen-m | Diff. in Höhen-m | Parkplatz | 542 |
| Tiergartenhütte | 1480 | 938 | Wiesberghaus | 1873 | 393 | Simonyhütte | 2203 | 330 | Kaserne Oberfeld | 1832 | - 321 | Krippenstein Lodge | 2063 | 231 | Insgesamt |
| 1571 |
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Kilometer: ca. 25 km Gehzeit: ca. 11 Stunden (inkl. Pausen) Die Abstiegsroute: | Höhen-m | Krippenstein Lodge | 2063 | Gjaidalm | 1739 | Wiesberghaus | 1873 | Tiergartenhütte | 1480 | Parkplatz | 542 |
Kilometer: ca. 15 km Gehzeit: ca. 7 Stunden (inkl. Pausen) Die Teilnehmer: Katia Vogelsinger / Picky (Hound) Marian Formanek / Yuma & Alana (AH & Chow Chow Mix) Claudia G. / Nero & Jenna (SH) Petr Fochler sen., Petr Fochler jun. / Bertík (Border) Jana Gwen Ondrášková / Dina (GR) Pavla Vichtová, Michal Páral / Bela (AM) Vera Páralová, Vladimír Páral / Storm (GR) Thom Szendi / Kari (AH)
Am Freitag Abend fand ich mich bei Thom und Gitte Szendi in Unterach am Attersee ein und durfte mit ihnen und Katia Vogelsinger gemeinsam zu Abend essen und dort übernachten. Vielen Dank für die Einladung! Ich habe den Abend mit euch sehr genossen.
Am nächsten Morgen um 7 Uhr trafen wir Mario Formanek und seine Kameraden aus Tschechien auf dem Parkplatz am Hallstätter See. Nachdem wir uns einander kurz vorgestellt hatten, brachen wir auf. Wir starteten auf 542 m und wanderten den Weg Nr. 601 in Richtung Wiesberghaus. Unterwegs trafen wir einen Musher, der unabhängig vom Dachstein Testlauf mit 4 Huskys am Bauchgurt an uns vorbei spazierte. Was für ein kurioser Zufall! Der Wanderweg führte quer durch den Gletschergarten und am Gletscherstrom entlang, ein Ort, der viele Naturfreunde zum Verweilen einlädt. Der Gletscherstrom speiste durch die Regenfälle des vergangenen Tages viel Wasser und tobte, so dass die Gischt bis zum Wanderweg aufstob. Im Wald war die Luft feucht und von Nebeln verhangen und das verlieh der Gegend eine ganz besondere Idylle. Teilweise nieselte es noch leicht, aber durch das dichte Blattwerk hindurch spürte man es kaum. Die erste Rast legten wir auf der Tiergartenhütte auf 1480 m ein. Dort gab es eine Quelle, wo zusätzliches Wasser für die Hunde abgefüllt werden konnte. Vladimír Páral, Organisator der tschechischen Dogtrekking Wettkämpfe, hatte eine Flasche Sliwowitz dabei. Er reichte die Flasche bereits kurz vor dem Start allen Teilnehmern und auch auf der Tiergartenhütte bot er uns allen wieder seinen Sliwowitz an. Die Flasche war inzwischen schon halbleer … oder halbvoll, je nachdem, wie man es betrachten möchte. Bereits unterwegs kämpfte Thom Szendi mit gesundheitlichen Problemen. Auf der Tiergartenhütte ging es ihm sehr schlecht und er legte deshalb eine längere Pause ein. Es wurde nicht besser, im Gegenteil, zusätzlich bekam er sogar noch Schüttelfrost. Thom war gezwungen den Testlauf abzubrechen und machte sich in Begleitung von Katia Vogelsinger auf den Weg ins Tal. Gegen 11.30 erreichten wir anderen das Wiesberghaus. Inzwischen lugte die Sonne manchmal hinter den Wolken hervor, die Temperaturen waren aber noch angenehm frisch. Ich stellte mir vor, wie es hier oben an einem sehr heißen Sommertag, wie es ihn im August oft gibt, sein würde. Wenn die Sonne unbarmherzig auf uns scheinen würde, wäre selbst auf dieser Höhe die Hitze für Mensch und Tier eine ernstzunehmende zusätzliche Belastung. Knapp unterhalb des Wiesberghauses befand sich die Baumgrenze, die Route war zwar mit Latschenfeldern bewachsen, einen Schutz gegen die Sonne boten sie aber nicht. Nach einer kleinen Stärkung brachen wir gemeinsam zur Simonyhütte (2203 m) auf. Die Simonyhütte liegt stark exponiert am Fuß des Gletschers, die Dachsteinkapelle befindet sich gleich daneben. Die letzten 100 Höhenmeter führt ein einfacher Klettersteig hinauf, den die Hunde aber ohne Probleme bewältigen konnten. Oben wehte ein kalter Wind, der uns in den Vorraum der Hütte trieb. Wir aßen eine Jause, tranken etwas und wechselten die Kleidung. Inzwischen war es halb zwei Uhr Nachmittag. Auf der Simonyhütte gab man uns die Auskunft, dass wir mit weiteren 4 Wanderstunden zu rechnen hatten, bis wir endlich die Krippenstein Lodge erreichen konnten. Nach bereits absolvierten 6 Stunden Gehzeit ist die Aussicht auf weitere 4 Stunden nicht gerade erheiternd! Ich schätze den anderen ging es ähnlich, einige von ihnen wirkten schon etwas müde. Wir brachen um kurz nach zwei Uhr wieder auf und nahmen den Weg Nr. 657, der uns am Gletscher und am Unteren Eissee vorbei, um den Taubenkogel (2301 m) und den Gjaidsteinegg (2185 m) herum und weiter entlang am Niederer Rumpler (1981 m) führte, bis er, an der Oberfeld Kaserne vorbei, unterhalb der Gjaidalm endete. Der Weg war anfangs schotterig, dann felsig und schließlich steinig. Alles in allem nur für Hunde mit unempfindlichen Pfotenballen zu empfehlen. Booties für den Notfall sollte man unbedingt dabei haben! Unterhalb der Gjaidalm beginnt der Aufstieg zur Krippenstein Lodge. Laut Beschilderung muss man für den Aufstieg über die Schipiste mit 30 Minuten rechnen. Die Schipiste ist im Sommer ein breiter Haufen aus Stein, Schutt und Geröll und ist außerdem furchtbar steil. Es ist hart, 10 Stunden nonstop zu wandern. Es ist hart, zuerst 1661 Höhenmeter zu erklimmen, danach wieder 300 Höhenmeter abzusteigen, nur um anschließend weitere 200 zur Lodge hin aufzusteigen. Aber das alles ist nichts im Vergleich zum letzten Aufstieg über die steile Schipiste auf die Krippenstein Lodge! Oben angekommen war ich hundemüde und mir hing buchstäblich die Zunge heraus, genauso wie meinen zwei Gefährten Nero und Jenna, die bis zuletzt tapfer und ausdauernd mitgelaufen sind. Auf der Lodge angekommen waren wir alle froh, dass wir unser Ziel erreicht haben und uns bis zum nächsten Tag ausruhen konnten. Der nächste Tag – Abstieg Da ich ein Frühaufsteher bin, war ich um 6 Uhr auf den Beinen und hatte so die Gelegenheit ein paar Schnappschüsse vom Sonnenaufgang zu machen, während ich mit meinen Hunden Gassi ging. Die Hunde hatten sich von den Strapazen des vergangenen Tages offensichtlich wieder erholt. Um 8 Uhr hatte ich meine Ausrüstung gepackt, gefrühstückt, die Hunde gewässert und war bereit zum Abstieg. Gestern Abend überlegte Mario noch, mit der Gruppe eine kleine Wanderung zum Heilbronner Kreuz zu unternehmen und erst dann abzusteigen. Für mich war klar, dass ich die Route Nr. 650 und 654 über die Gjaidalm zum Wiesberghaus und dann denselben Weg wie gestern zur Tiergartenhütte und von dort zum Parkplatz gehen wollte, also entschloss ich mich alleine aufzubrechen und verabschiedete mich von den Kameraden. Es versprach ein heißer Tag zu werden. Bereits um zehn Uhr, ich befand mich kurz vorm Wiesberghaus, schien die Sonne schon sehr stark. Deshalb war ich froh, dass ich früh losgegangen war. Der Weg von der Gjaidalm zum Wiesberghaus ist abwechslungsreich und leicht zu bewältigen, außerdem gibt es einen Aussichtsplatz mit gutem Blick auf das herrliche Bergpanorama. Verglichen mit dem steinigen Weg Nr. 657 eine angenehme Alternative.  |  |
Unterwegs bemerkte ich, dass die Hunde ziemlich müde wurden. Ich hatte fast den Eindruck, als hätten sie Muskelkater, falls das bei Nordischen vorkommt. Auf dem Weg vom Wiesberghaus zur Tiergartenhütte wollte Nero immer Rast machen, er zog permanent zu schattigen Latschenplätzen und machte Anstalten sich dort hinzulegen. Da wir aber der Sonne in diesem Bereich noch schutzlos ausgeliefert waren, drängte ich Nero zum Weitergehen. Erst bei der Tiergartenhütte wollte ich eine längere Rast einlegen, denn dort gab es Wasser und Bäume, die Schatten spendeten. Jenna war zwar angeschlagen, lief aber tapfer geradeaus und ließ sich auch von Neros Ausreißern nicht ablenken. Ich war sehr stolz auf sie! Gegen Mittag kamen wir auf der Tiergartenhütte an. Wir ließen uns vom Quellwasser erfrischen, teilten den letzten Rest der Jause, den ich noch übrig hatte (1 Apfel) und legten uns in die Mittagssonne. Nero war erleichtert, dass wir endlich rasteten und dankte es mir mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht und auch Jenna war froh, sich ein wenig hinlegen zu können. Ich döste so lange, bis die Hunde aufstanden und hin- und herzulaufen begannen. Das war für mich das Zeichen, dass es weitergehen konnte. Inzwischen war mehr als eine Stunde vergangen. Von jetzt an wollte ich keine Pause mehr machen, sondern langsam aber stetig vorankommen um schlussendlich zum Parkplatz zu gelangen. Nach weiteren eineinhalb Stunden erreichten wir schließlich unser Ziel. Beide Hunde waren inzwischen völlig abgekämpft. Da mein Auto in der prallen Sonne parkte, stellte ich es ganz schnell in den Schatten, bevor ich die Hunde in den Kofferraum einsteigen ließ. Ich öffnete alle Autotüren um die heiße Luft im Fahrgastraum zu vertreiben, gab den Hunden Wasser, packte den Rucksack ins Auto und wollte mir gerade frische Kleidung anziehen, als Mario mit Yuma und Alana um die Ecke bog! Nach und nach traf auch der Rest ein. Die Gruppe war doch nicht zum Heilbronner Kreuz gewandert, sondern um ca. 10 Uhr von der Krippenstein Lodge aus gestartet und den Weg Nr. 615 nach Obertraun gewandert, danach weiter entlang des Hallstätter Sees nach Hallstatt und schließlich zum Parkplatz am Gletschergarten gekommen. Wir haben uns noch unterhalten und dann endgültig (erneut) verabschiedet. Zu Hause angekommen brachte ich die Hunde in unserem Freilauf unter, fütterte sie und wollte sie später am Abend mit in die Wohnung zum Schlafen nehmen. Beide ignorierten mein Rufen, ich hatte den Eindruck, als weigerten sie sich auch nur einen weiteren Schritt zu machen! Lieber verbrachten sie die Nacht im Freien. Auch am folgenden Tag blieben sie im Garten und dösten nur vor sich hin. Am Abend waren sie wieder gut drauf, wir machten einen kleinen Spaziergang und danach waren sie schließlich wieder bereit, die 28 Stufen bis zu meiner Wohnung im zweiten Stock zu erklimmen.
Denkanstöße für den geplanten Wettkampf 2008 Der Weg am ersten Tag war lang und anspruchsvoll, entschädigte aber mit einem schönen Panorama und beeindruckender Bergkulisse. Aber Vorsicht! Die Route darf nicht unterschätzt werden. Sie ist nur für gut trainierte, gesunde Menschen und Hunde mit solider Grundkondition zu empfehlen! Außerdem müssen Booties für die Hunde verpflichtend mitgenommen werden, da der Weg sehr scharfkantig und steinig ist. Wer unterwegs nicht mehr weiter kann, muss je nach Standpunkt entweder warten bis es besser wird und dann langsam ins Tal absteigen oder warten bis es besser wird und dann langsam zur nächsten Hütte wandern, die Bergrettung benachrichtigen.
Der kürzere Weg vom Wiesberghaus zum Krippenstein mit der Nr. 654 benötigt 2 Stunden. Dieser Weg ist als Wettkampfroute eine echte Alternative zum Weg Nr. 657! Die ungeschützte Sonneneinstrahlung lässt selbst auf dieser Höhe (1873 - 2063 m) einen sonnigen Tag ungemütlich heiß werden, deshalb muss dahingehend auf die Hunde unbedingt Rücksicht genommen werden! An heißen Tagen empfehle ich deshalb ausschließlich eine Halbtages- oder Dreivierteltagestour mit Start am frühen Morgen (ca. 6 – 7, maximal 7.30 Uhr)! Ausreichend Trinkbares für Mensch und Hund ist trotz bestehender Wasserquellen beim Tiergartenhaus und beim Wiesberghaus im Gepäck mitzuführen! Nach der Wanderung um den Gletscher reicht es am nächsten Tag vollkommen aus, nur den Weg ins Tal zu nehmen. Wer noch eine Tour auf den Hohen Krippenstein oder um das Heilbronner Kreuz machen möchte, sollte danach entweder mit der Seilbahn abfahren oder eine weitere Nacht auf der Lodge verbringen. Ich freue mich auf den Wettkampf im nächsten Jahr und bin schon gespannt für welche Strecke sich die Wettkampfleitung schließlich entscheidet! Claudia G. www.snowrunners.at
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