Das war mein 24 h Burgenland Extrem - Von Birgitt Vancl

24 Stunden Burgenland Extrem – ein Rückblick von unserer Dogtrekkerin Birgitt Vancl:

"Ich bin ohne große Erwartungen an den Start gegangen - der Weg war das Ziel. Albert Steiner und Alaska haben mich vom Start weg begleitet.

 

Die vielen Leute im Finstern auf einem schmalen Radweg waren Alaska nicht sehr geheuer. Eine Stunde später hat sich das Feld dann schon gelichtet und es ging besser voran.

 

Langsam wurde es hell und wir überschritten die österreichisch-ungarische Grenze. Durch nur drei Stunden Schlaf in der vorigen Nacht hatte ich das Gefühl im Gehen einzuschlafen - eine Dose Energiedrink aus einem ungarischen Mini-Market behob das Problem. Ab Fertörákos begann es leicht zu nieseln und kurz darauf leider zu regnen. Ich packte meinen Regencape aus - das Wetter war mir egal solange ich die entsprechende Kleidung hatte.

 

Der Regen ging in Schneeregen über, der Weg wurde rutschig, wir immer nasser und Alaska gab mir deutlich zu verstehen das sie die ganze Unternehmung ab diesem Zeitpunkt für den größten Blödsinn hält. Aber sie hielt tapfer bis zum Eingang in das Naturschutzgebiet durch, dann wollte sie nicht mehr.

 

Albert, ebenfalls komplett durchnässt und durchgefroren entschied das er sich mit Alaska nach Apetlon führen lässt und ich weitergehen sollte. Unser Begleitfahrzeug steckte leider zu dieser Zeit auf der Ostautobahn in einem Unfall-Stau.

 

Um mich zu erwärmen habe ich dann ordentlich Gas gegeben - soweit es der knöcheltiefe Morast im Naturschutzgebiet zuließ. Ich kam aber schnell vorwärts und mir wurde richtig angenehm warm. Beim 1er Kanal gabs dann noch einen Striezel mit heißem Tee bei der Labestation und weiter gings. Bis Apetlon wars dann doch noch sehr weit aber als ich das Ortsschild sah war ich glücklich - ich hatte mein geheimes Ziel (60km) erreicht. 

 

Eigentlich wollte ich hier aufhören aber Christian Rabenberger und Holger Spatsek meinten das da noch was ginge und das ich einfach mit ihnen mitkommen sollte. Ich zog mir noch trockene Schuhe an und ging mit sehr angenehmen Kameraden weiter Richtung Ilmitz - das würde ich dann auch noch schaffen.

 

Es lief dann aber so gut, dass ich auch noch nach Podersdorf weiterging. Bei der dortigen Labestation im Seecafe machte sich aber der Schuhwechsel unangenehm bemerkbar - es waren definitiv die falschen Schuhe und meine Füße schmerzten wahnsinnig. Ich musste einsehen, das für mich hier Schluss war. Auch Renzo Cappello, den ich hier traf beschloss hier aufzuhören. Aber es war ein extrem tolles Erlebnis.

 

Ich bedanke mich bei allen die mich dabei unterstützt haben, Karin Pühringer für das Begleitfahrzeug, Albert, der aufhörte um meinen Hund zu betreuen damit ich die Chance habe weiterzugehen, Holger, Christian und Alaska für die moralische Unterstützung und an alle freundlichen Helfer bei den Labestationen."